Von Tsunamis bis Mantarochen

Kein Tsunami hat Maui erreicht. Dennoch wurden alle Vorkehrungen getroffen und der Flieger durfte nur die höher gelegenen Gates am Flughafen von Kahalui anfahren. Es ist gut zu wissen, dass das Frühwarnsystem funktioniert.
An der Westküste Mauis ist der Ozean meist ruhiger und deshalb entscheide ich mich, dort schnorcheln zu gehen. Gleich zu Beginn begleitet mich anmutig eine Schildkröte. Ihre gleichmäßigen und ruhigen Bewegungen lassen einen die Tiefe und Ruhe des Ozeans spüren. Einen Augenblick später erschrecke ich mich bis auf alle Knochen. Ein riesiger Mantarochen taucht schräg seitlich unter mir auf. Seine Spannweite beträgt mal bummelige 2-3 Meter. Der Kopf besteht aus einem Mega-Maul, das bis zum Anschlag geöffnet ist. Ich bin froh, dass ich keine Zähne sehen kann. Es ist schön, in diesem Moment nicht allein im Wasser zu sein. Dieser lange Schwanz am Ende dieses prachtvollen Tieres, schwingt bedrohlich durchs Wasser. Wie war das noch mal mit dem Stachel? Da rücke ich doch gleich ein bisschen näher an meinen Mitschwimmer. Langsam fasse ich Vertrauen und genieße den uns neugierig begleitenden Rochen. In eleganten Achten schwimmt er um uns herum. Dann hat er genug gesehen und macht sie von dannen.

 

 

 

 

 

 

A surfer

A surgeon

An inspiration