Der Stand auf der Hand

Aikido, Yoga, Schwimmen - mein „Fit-Programm" macht einen ausgewogenen Eindruck. Aber wer hätte gedacht, dass die erste Yogastunde gleich in einem Handstand enden würde? „Wer hat Angst, einen Handstand zu machen?" ist die Frage der Lehrerin. Ich erhebe meine Hand und schaue mich um. Auch andere Hände wandern langsam gen Decke. „Okay, Anne, dann komm doch mal nach vorne!" ‚Na prima,' denke ich mir, ‚die Hosen gestrichen voll und das vor der Gruppe.' Ich kenn die Lehrerin und sie kennt mich. Vor und nach der Hüftoperation hat sie mit mir gearbeitet. Mit dieser Herausforderung ist sie aber fast dabei, mich zu überfordern. Auf dem Weg nach vorne überlege ich mir, ob ich ohne meine Geschichte auch Angst vor einem Handstand hätte? Niemals! Während meiner aktiven Zeit als Turnerin stand ich mehr auf meinen Händen, als auf beiden Beinen. Also packe ich bewusst die Geschichte um meine künstliche Hüfte beiseite und vertraue. Und siehe da, es klappt. Schwungvoll schwinge ich die Beine nach oben und da stehe ich. Von Tag zu Tag erwarten mich neue Herausforderungen, die mich weiter vorwärts bringen, zu einem Leben ohne Einschränkungen.

 

 

 

 

 

 

A surfer

A surgeon

An inspiration